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Garni Johann

Kultur im Oberen Vinschgau

Das mediterrane Klima im Herzen der Alpen lockte schon immer Siedler, Handelstreibende, und Wandersleut durch das Obervinschgau.

Es ist deshalb nicht verwunderlich, dass der Vinschgau als Durchzugsregion reich an kulturellen Schätzen und Sehenswürdigkeiten ist.

Archäologische Funde aus vorchristlicher Zeit, etwa jene in Ganglegg/ Schluderns, der Tartscher Bühel oder der Steinzeitfund Ötzi beweisen, dass die Ferienregion Vinschgau schon seit langem als Siedlungsgebiet geschätzt wurde. Die Vielzahl an wertvollen Überresten aus längst vergangenen Tagen sollten Sie sich bei Ihrem Familien- oder Wanderurlaub in Südtirol auf keinen Fall entgehen lassen. Besichtigen Sie doch die vielen architektonisch interessanten Bauten, die zahllosen Kirchen, Klöster und Kapellen sowie die mittelalterlichen Burgen und Schlösser des Vinschgaus.

Schloss Churburg ein Juwel Südtirols

Über Schluderns erhebt sich eine der mächtigsten und besterhaltenen Burganlagen Südtirols, die Churburg.
Erbaut wurde die Burg in der Zeit um das Jahr 1250 durch den Fürstbischof von Chur, Heinrich von Montfort.
Bereits im Jahr 1297 war die Anlage im Besitz der Herren von Matsch, mit denen das Fürstbistum Chur in ständiger Fehde lag.
1504, nach dem Tod des letzten Vertreters derer von Matsch, gelangte die mittlerweile stark ausgebaute Anlage in die Hände der Grafen Trapp.
Im Jahr 1516 war Kaiser Maximilian I. auf der Churburg zu Gast. 1537, nach Erbstreitigkeiten, ging die Burg auf Grund des Polheimschen Vertrages endgültig in den Besitz der Familie Trapp über, welche sie noch heute besitzen.
Die weltweit grösste private Rüstkammer der Burg enthält eine fast vollständige Ausrüstung für eine komplette Burgbesatzung, insgesamt mehr als 50 vollständig erhaltene Rüstungen, Schwerter und weitere Hieb- und Stichwaffen.

Pfarrkirche Burgeis & St. Stephanskirche

Die Pfarrkirche Burgeis birgt prähistorische Relikte am kleinen Portal, gibt Auskunft über die Marienwerke in verschiedenen Epochen und zeigt Passionszeiten von Konrad Weiden.
Die Kirche St. Stephan bei Marienberg oberhalb Burgeis aus dem 11. Jh. hat bereits einen Vorgängerbau.
Bei Ausgrabungen kamen Gräber zum Vorschein, in denen sich longobardischer Schmuck befand. Die Schmuckstücke befinden sich im  Archäologiemuseum in Bozen und können dort besichtigt werden.


Kloster Marienberg - höchstgelegene Benedektinerabtei Europas

Das Benediktinerkloster Marienberg (1340 m) über Burgeis ist eine Gründung der Edlen von Tarasp aus dem Engadin. Hier leben seit über 800 Jahren Mönche nach der Regel des Hl. Benedikt. Sie haben stets das Betätigungsfeld den Herausforderungen der Zeit angepasst und sind heute vorwiegend in der Seelsorge tätig.

Das Kloster der Grafen von Tarasp entstand um 1200. Die barocke Stiftskirche ist die einzige dreischiffige Pfeilerbasilika des Vinschgaus. Beeindruckend sind: das unverändert erhaltene Rundbogenportal aus dem 12. Jh., die um 1400 entstandene Steinplastik "Maria mit Kind", das Fresko neben dem Portal aus dem 14. Jh. von H.J. Pfeil und im inneren die Fresken und Stuckaturen im Stil der Wessobrunner Schule.

Die Krypta, 1156 geweiht, birgt romanische Fresken mit byzantinischen Einfluss. Sehenswert auch das Kreuzgratgewölbe mit Engelsfiguren (um 1180) sowie zahlreiche wertvolle Holzskulpturen und Gemälde. Wertvoll für die Geschichte des Stiftes und des Landes Tirol bis zum Jahr 1390 ist die Chronik des Mönches Goswin.

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